findet man immer wieder kleine Kleinigkeiten, von denen man zwar weiß das sie existieren aber nicht mehr genau wo sie das nun tun. Eine dieser Kleinigkeiten ist ein biologisch abbaubarer Hefter der nun schon 20 Jahre in meinem Besitz ist. Bekommen habe ich ihn damals noch in HGW kurz vor unserem Umzug nach HST von einem netten älteren Herren von dem es sonst zumeist Süßigkeiten und ein Lächeln gab. Mit dem Hefter bekam ich ein Foto von ihm zum hinstellen und ein Blatt mit einem Gedicht das vom Hefter geschützt wurde. Irgendwie werde ich immer freudigmelancholisch wenn ich das Foto anschaue und jemand mich fragt ob es mein Opa ist. Ich muss das verneinen aber irgendwie ist er mir trotzdem immernoch wichtig auch wenn ich seid damals nichts mehr von ihm gehört habe und ihn auch nie finden konnte. Hier möchte ich nun seine Zeilen an mich weitergeben:
Liebe kleine Alexa!
Ich hab' Dich kaum weinen gehört,
Du hast mich auch nie in meiner Ruhe gestört.
Als du anfingst zu laufen
hab' ich mich köstlich amüsiert,
wie Du Deine Beinchen hast ausprobiert.
Kaum warst Du ein paar Schritte gelaufen,
bums, da fielst Du hin.
Schautest dann Mutti mit großen Augen an.
Dabei kam Dir bestimmt in den Sinn:
"Heb' mich doch auf, damit ich weiterlaufen kann."
Aber ehe ich mich versah, fast ein Wunder geschah.
Es war nun klar, Alexa lief auf einmal wunderbar.
Wenn Mutti von der Arbeit kam
konnte ich es kaum erwarten,
Dein schelmisches Lächeln zu seh'n,
ich finde es heute noch wunderschön.
Wenn ich die Pakete vor die Türe packte,
Alexa sich gleich eines schnappte,
und es sofort nach oben brachte.
Nun bist du bald groß und recht gescheit,
die Schule winkt, bald ist es soweit.
Leider mußt du Greifswald nun verlassen,
ich kann es immernoch nicht fassen!
Du hast mir recht oft schöne Stunden gegeben,
darum wünscht dir Onkel Jaster alles Gute im weiteren Leben!
Vielen lieben Dank Helmut Jaster wo auch immer du jetzt sein magst! Man hört sich so Gott will und nichts dazwischen kommt!