Montag, 5. Dezember 2011

Der 5.12.

"Immer denken wir, das wesentliche müsse durch unsere Hände gemacht werden, wenn etwas entscheidendes in unserem Leben sich ereignen soll, müssten wir etwas tun. Von früh bis spät sind wir bemüht, uns wichtig zu nehmen, immer angehalten von dem glauben, dass es auf uns ankomme und das wir wesentliches verpassen würden, täten wir diese oder jenes nicht. So geht der Alltag dahin, so verrinnen die Tage, so entschwinden die Jahre. Aber wer eigentlich sind wir? Wieviel Schönheit wird überlagert durch all das , was wir glauben an Pflichten erledigen zu müssen! Wieviel Zauberkraft unseres Herzens geht zugrunde in all dem Gestampfe, Gerenne, Getret und Gelaufe in unserem Leben, am Platzbehaupten, Hinterherlaufen, sich-selber-vorweg-sein! Wär´es nicht möglich, es reifte das, was wir sind, in unsere Tiefe, und wir könnten´s gar nicht erklügeln, nicht beschließen, es wäre einfach nur da?" 
Eugen Drewermann
Wir sagen euch an den lieben Advent!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen