Donnerstag, 3. März 2011

Schaun me ma

Am Montag war es nun so weit. Ich packte meine Sachen, druckte die letzten Seiten aus: Bewerbung, Stundenentwurf, Exegese. Ab gings zu Mutti nach HGW. Leider n bissl schnell vom Hof gerauscht, keine Zeit fürs Patenkind keine Zeit für mich. Kein Wunder in HGW hatte ich trotz liebevoller Umsorgung und fast entspannten typisch-Mutti-Gesprächen keine Ruhe, so in mir. Eine Ahnung zwischen zu wenig Schlaf, zu viel Hormon, zu wenig Vorbereitung und zu viel von allem anderen. Aber da muss man durch. Die Nacht war der Hammer. Bevor ich schlafen ging sah es noch aus wie auf dem Foto: Eng (was zu erwarten war, denn alle Möbel die dort gestanden hatten, musste ich woanders hinstapeln) aber bequem (hab ja schließlich ne Menge Zeug mitgeschleppt damit ich halbwegs schlafen kann). Nach spätestens zwei Stunden lag ich auf dem Boden, da hab ich dann auch geschlafen.. geht noch ; ) anscheinend bin ich doch noch nicht zu alt zum campen. 
 Morgens früh raus.. seltsam das jetzt meine Mutti ein Problem mit dem morgendlichen Rhythmus hat... alles auf den Kopf gestellt. Nun war die Aufregung groß. Nach dem obligatorischen Kratzen meines KfZ machte ich mich bei herrlichem Wetter an die letzten 30 km. Wolgast selbst war schnell erreicht und nach ein wenig Sucherei auch der Kirchplatz gefunden (leider ist mein Navi noch kein kostenloser-Parkplatz-Finder). Ich war früh genug da um mich noch vorzubereiten, zum Glück. Dann gings los. Kennenlernen der Hauptamtlichen (kurz) schnell die Sachen die nicht kalt werden dürfen ins Haus und los zum Kindergarten. Dort ne 20 minütige Vorstellung meinerseits vor den Kindern, gut das ich mich für Konni und tanzen entschieden hatte. Die Kinder haben super mitgemacht und waren echt lieb. Später erfuhr ich dann das sie sogar am Nachmittag noch über meine Konni-Erziehungmaßnahmen gesprochen hatten. Die KiTachefin hatte gute Worte für mich und das hat aufgebaut. Auf dem Rückweg zur Kirche hatte ich den Kopf schon freier zum Plaudern. Bei einem Kaffee konnte man sich ein wenig unterhalten, Fragen zur Gemeinde und Ort waren erwünscht und das Gespräch war teilweise sogar lustig für mich. Schön wenn man den Menschen mal aufs Maul schauen darf. Gegen Mittag gings dann in die Kirche, auf den Turm etc. *schönes Ding* und dann Mittagspause. 
Ich durfte meine "Buchte" beziehen und konnte mir die Stadt ansehen und was Essen. War gut für mich, so bekommt man gut ein Bild von so einem Ort der im Sommer nur durch Autos geprägt ist. Dabei ist mir diese witzige Kombination aufgefallen. Lest mal was die WoWi schreibt und dann guckt mal unten rechts was da für ein Aufsteller steht. *alles klar warum Wolgast mir gefällt?* Das ist doch mal mein Lebensmotto :D Gegen zwei gings dann ins Neubaugebiet den offenen Kindetreff anzuschaun und dann St. Jürgen und son bissl die Gegend innerhalt des äußeren Stadtrings. Zu 16 Uhr waren wir wieder da und es ging natlos über in die Christenlehre. Von 10 Kindern waren vier da. Dafür aber acht Erwachsene. Ich hatte mich auf den Bartimäus vorbereitet... tja.. den hatten die Kids in der letzten Stunde schon gehabt. Kann man nichts machen. Spontanität gefragt. Während der Stunde und danach hab ich schon gesehen das ich fahren kann und der ganze Ärger umsonst war, alles Hoffen vorbei. Die Relilehrerin die Vertretung macht sagte mir zwar das sie es gut fand aber ich war niedergeschlagen. Gute Miene zum traurigen Spiel und Abendbrotspause. Was zu Essen holen und n bissl ablenken, chatten, nach Hause horchen, ablenken. 19 Uhr Gemeindekirchenrat. Ohne Pastor, der war krank den ganzen Tag und wollte sich nun abends nicht mehr hinschleppen. Die Fragen die kamen waren interessant und geprägt davon mich in meiner Art, Positionen und in meinem Leben zu befragen. Interesse an Partner, Arbeitswünschen, Lieblingskindern und aber auch der Frage nach meinem Eindruck von Stadt und Gemeinde wurden zu einem lockeren Gespräch. Nun war wieder Hoffnung da. Ich glaube am Ende dieses Gespräches war mir erst richtig klar, wie gern ich nach Wolgast gehen möchte. Nun ist es dem Herrn überlassen was wird. Nächste Woche kommt noch eine Bewerberin. Dann kommt Antwort. Ich bin gespannt. Warten. Die Nacht dort war dann okay, kurz eben. Um 8 Uhr wieder los.. halb 11 beim Konvent in Uchtenhagen endlich wieder *fast* alle lieben drücken können. Ein bisschen zuhören, Mittag, Kreativ. Flashback? Nein diesmal ist die Leitplanke heil geblieben, alles richtig gemacht. Nochmal bissl Konvent und dann den Abend gut ausklingen lassen. Heute früh raus : ( Haare schimmeln lassen, schminken, anziehen.. GD. Guten Sitzplatz gehabt. Nach Hause, Mittag, schlafen. Mein Ziel heute? Posten! Geschafft :D Alles in allem war es eine lange Reise die mir vorkommt als hätte ich sie geträumt. Der Alltag hat einen schnell wieder ein. Jetzt kommen die Großprojekte vor Ort^^
Also man hört sich so Gott will und nix dazwischen kommt^^

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