Is das nicht schön? Endlich ist Winter und Advent auch noch und das sogar gleichzeitig. In diesem Jahr genieße ich es besonders, dass es schneit und man das Auto stehen lassen kann. Wie immer habe ich zwar ne Menge zu tun und langsam kommt auch die Deadline auf mich zu aber seltsamerweise kann ich nicht in Panik geraten. Inzwischen bin ich an dem Punkt das ich mir sage: "Ich genieß jetzt mein Leben, Stress haben kann ich später noch genug und was ich schaff das schaff ich." Tut auch mal gut auch wenn ich noch nicht so ganz weiß ob meine Rechnung aufgeht.
| Weihnachtsmännel in Uchtenhagen |
Schön ist es dann auch am Sonntag mal nen ganzen Tag nicht auf die Idee zu kommen zu arbeiten. Am Samstagwar bei den Uchtis Weihnachtsmarkt :D War echt lustig die Jungs als Weihnachtsmänner zu sehn udn mit Freude zu beobachten wie viele Leute sich haben auf den Berg locken lassen. Am Abend hatten wir dann ein Orgelkonzert hier in der Malchekirche "Zwischen Ewigkeit und Advent" ich post euch gleich ma den Link zu meiner Geschichte die ich dafür geschrieben habe. Eine Weile lang hab ich mich damit auseinandergesetzt warum das Kirchenjahr kein Silvester hat. Ich bin zu einem Ergebnis gekommen! (siehe hier: http://mellimachtandacht.blogspot.com/)
| Singen in der Gästeetage |
Sonntag war dann erster Advent, toll ne? Ich hab die Nacht davor geschlafen wie ein Kind vor Weihnachten und mich riesig gefreut um 6 Uhr aufzustehn und bin auch dementsprechend wach zum Punschtrinken um 6.20 Uhr gewesen. Da waren schon zwei unser Erstiuchtis da. Das hat mich hammer gefreut. Die Andacht war schön und das Singen wieder lustig, dieses Jahr hab ich auch Gitarre gespielt udn die kleine Ostseegitarre hat sich nicht verstimmt dabei ; ) Mit den neuen Liederheften hatten wir dann auch mal ein anderes Liedergut vor der Nase. Echt schön! Und dann erst wieder das Frühstück der hammer :D Leider mussten meine Badevanne und ihr Mum früher los da meine Kursusschwester Predigteinsatz in Berlin hatte. Aber so war der Tag geprägt von Besuch haben schmücken, Gottesdienst, Abendmahl, spielen und ausklingen lassen. Am Ende haben wir dann noch den Lehrsaal ein bisschen geschmückt für den Unterricht ; )
Ja ihr habt euch ne verlesen wir (das 3. Studienjahr des Gtsf und wir als EK) haben diese ganze Woche in der Malche Unterricht! Viel organisieren hat es gebraucht und ne Menge Gespräche aber es hat geklappt und wir haben diese Woche in der Malche Pädaogigikunterricht. Ich find das so toll. Eine Woche mal ganz zu Hause bleiben ; ) Einer unserer Uchtis meinte das er uns Malchis vermissen wird. Tut gut das zu hören, weil oft kommt es einem anders vor.
Und jetzt sind wir schon mittendrin in der Adventszeit. Heute habe ich das erste Türchen aufgemacht an meinem WinneythePookalender und hatte nen Tigger drin. Und mein Zimmer ist geschmückt. Jetzt muss ich nur noch meien Arbeit schaffen, dann kann Weihnachten kommen. (Psst denkt ans Geschenke kaufen!)
Und ich wünsch euch allen eine besinnliche und gesegnete Zeit bis zum nächsten Mal ja? Man liest sich so Gott will und nix dazwischen kommt :-*
Auch du Melli. Vor Weihnacht, wenn der Tobbenberg leuchtet, dann spürst du den alten Geist des Ortes. Er hat viele Namen, wie Chidher. Schon der Mönch kannte ihn, der dort Pasch gespielt hat, der romantische Carl, nach dem die Burg benannt wurde. Wer dort in dieser Zeit schreibt, den umfängt der gute Geist. Die alten Schwestern auf ihren Terrassengräbern kannten ihn gut und Lächeln umspielte ihr Gesicht. Berta Lask, das jüdische Kind der Papierfabrik, schrieb von ihm in Stille und Sturm. Ihr Bruder Erich, der Philosoph, war vom alten Geist erfasst. Die Cöthener Kinder liebten ihn und die Tbc-Kranken im Uchtenhagen-Hospital. Nun auch du, Melli. lg Candide
AntwortenLöschenHey Candide,
AntwortenLöschendanke für deinen Kommentar. Leider lese ich ihn grad zwischen 6 und 7 am Morgen und muss zugeben, dass ich ihn nicht verstehe :D Falls wir uns im Leben außerhalb des www kennen sollten, dann quatsch mich doch ma an ja?
LG die Melliandra
Der gute Geist des Ortes sucht sich seine Geistlichen selbst. In der Papierfabrik gab es einmal eine jüdisch-christliche Hochzeit mit protestantischem Pfarrer und katholischen Gästen, Berta Lask hat drüber geschrieben. Ein bisschen Ringparabel, aber realistischer. Pfarrer Radtke hat nix in den Kirchenbüchern gefunden, so wissen wir nicht genau, was Fiktion war und was wahr. Aber egal, es ist beides von ihm. Ach so, Bertas Bruder hieß doch Emil, verzeih. Es war so viel Hoffnung mit ihm. Aber er ließ sich Erschießen an der Front. Verstanden hab ich ihn nie so wirklich. lg Candide
AntwortenLöschenFriedrich Rückert:
Chidher, der ewig junge, sprach:
»Ich fuhr an einer Stadt vorbei,
Ein Mann im Garten Früchte brach;
[292] Ich fragte, seit wann die Stadt hier sei?«
Er sprach und pflückte die Früchte fort:
»Die Stadt steht ewig an diesem Ort
Und wird so stehen ewig fort.«
Und aber nach fünfhundert Jahren
Kam ich desselbigen Wegs gefahren.
Da fand ich keine Spur der Stadt;
Ein einsamer Schäfer blies die Schalmei,
Die Herde weidete Laub und Blatt;
Ich fragte: »Wie lang' ist die Stadt vorbei?«
Er sprach und blies auf dem Rohre fort:
»Das eine wächst, wenn das andre dorrt;
Das ist mein ewiger Weideort.«
Und aber nach fünfhundert Jahren
Kam ich desselbigen Wegs gefahren.
Da fand ich ein Meer, das Wellen schlug,
Ein Schiffer warf die Netze frei;
Und als er ruhte vom schweren Zug,
Fragt' ich, seit wann das Meer hier sei?
Er sprach und lachte meinem Wort:
»So lang' als schäumen die Wellen dort,
Fischt man und fischt man in diesem Port.«
Und aber nach fünfhundert Jahren
Kam ich desselbigen Wegs gefahren.
Da fand ich einen waldigen Raum
Und einen Mann in der Siedelei,
Er fällte mit der Axt den Baum;
Ich fragte, wie alt der Wald hier sei?
Er sprach: »Der Wald ist ein ewiger Hort;
Schon ewig wohn' ich an diesem Ort,
Und ewig wachsen die Bäum' hier fort.«
Und aber nach fünfhundert Jahren
Kam ich desselbigen Wegs gefahren.
Da fand ich eine Stadt, und laut
Erschallte der Markt vom Volksgeschrei.
[293] Ich fragte: »Seit wann ist die Stadt erbaut?
Wohin ist Wald und Meer und Schalmei?«
Sie schrien und hörten nicht mein Wort:
»So ging es ewig an diesem Ort
Und wird so gehen ewig fort.«
Und aber nach fünfhundert Jahren
Will ich desselbigen Weges fahren.
Lieber Candide,
AntwortenLöschendu verwirrst mich immer mehr das muss ich schon zugfeben. Pfarrer Radtke kenne ich. kenn ich dich auch?
Liebe Grüße
Keine Erinnerung ohne Vergänglichkeit (Candide an St. George)
AntwortenLöschenlg Candide